Telefon 02045 411-722

Pädagogischer Ansatz

Leitgedanke

Der Situationsorientierte Ansatz wurde Mitte der 1980er bis Anfang 1990er Jahre entwickelt. Grundlage dieses Ansatzes ist ein humanistisch geprägtes Menschenbild (C.R. Rogers; J. Korczak; Th. Gordon). Er zielt darauf ab, Kinder in ihrer Selbstkompetenz zu stärken und die gesamte Persönlichkeitsentwicklung des Menschen auf- und auszubauen. Der Situationsorientierte Ansatz orientiert sich an den individuellen Lebenssituationen von Kindern, ihren Familien vor Ort, sowie an aktuellen Erkenntnissen aus der Kindheits- und Jugendforschung, sowie der Entwicklungspsychologie (um nur einige zu nennen: G. Haug-Schnabel; R. Oerter; R. Largo; A. Krenz), der Bindungsforschung (J. Bowlby; K. & K. Grossmann), Bildungsforschung (E. Schäfer, A. Krenz) und Neurobiologie (G. Hüther, K. Gebauer, M. Spitzer)

Er versteht sich nicht als therapeutische Technik und auch nicht als didaktische Programmplanung. Vielmehr ist er ausgerichtet auf die individuelle Entwicklungsgeschichte von Kindern und ihren aktuellen Lebensbezüge. So setzt er auf die Bewältigung (die Entlastung) der Vergangenheit in der Gegenwart, um in der Zukunft aus Ressourcen schöpfen zu können.

 

Folgende Leitgedanken liegen zu Grunde::

  • Kinder haben ein Recht auf ihre persönliche Entfaltung, die Entdeckung ihrer Talente und verschiedenen Ausdrucksmöglichkeiten.
  • Durch persönliche und fachliche Qualifikation tragen pädagogische Fachkräfte Sorge dafür, dass Kinder zu Ihren Entwicklungsmöglichkeiten finden.
  • Pädagogische Fachkräfte sind Vorbild und Modell, an denen Kinder sich im Alltag orientieren.
  • Kinder haben ein Recht auf ihren eigenen Lebensraum, in dem sie selber Kind sein dürfen (d.h. Entwicklungswege stehen im Vordergrund und nicht perfektionierte Ergebnisse).
  • Pädagogische Fachkräfte wenden sich bewusst gegen eine verplante Kindergartenzeit und nehmen die lebensbedingten und persönlichkeitsgeprägten Themen der Kinder in die Arbeit auf.
  • Kinder erfahren eine Kultur der Wertschätzung und Achtung. Der Offenheit für ihre Bedürfnisses: Vertrauen, Optimismus, Sicherheit und eine beziehungsorientierte Annahme.
  • Pädagogische Fachkräfte sind Bündnispartner für Kinder und ihre Bedürfnisse. Erst in zweiter Linie sind sie erwartungserfüllende Personen für Eltern.
  • Professionelles Handeln, Qualitätssicherung, -verbesserung und -überprüfung sind selbstverständlich.
  • Als bedeutsam wird die Erfahrung von Werten in einer gepflegten und achtsamen Interaktions-und Kommunikationskultur, einer sorgsamen Sprachkultur, einer stilvollen Esskultur und einer vielfältigen Spielkultur bezeichnet.

 

Vier Schwerpunkte erlangen in der Umsetzung besonders hohe Priorität:

1. Ausgangspunkte:


bilden das Kinder- und Jugendhilfegesetz (KJHG – 8. Buch SGB, § 22: Grundsätze der Förderung von Kindern in Tageseinrichtungen), das Berufsbild für Erzieher/innen, die UNO-Charta Rechte des Kindes, Ergebnisse der Resilienzforschung, Kindertagesstätten Gesetze der Bundesländer, Bildungsforschung im Elementarbereich, entwicklungspsychologische Erkenntnisse und die individuelle Lebenssituation des Kindes.

2. Erziehungs-, Bildungs- und Betreuungsauftrag:


diese gesetzlichen Vorgaben sind auch Fundament des Ansatzes.

3. Situationsanalyse:


Lebensbedingungen und Situationen von Kindern und Familien vor Ort erfordern eine Analyse, um daraus Handlungsbedarf abzuleiten. Auf der Basis einer humanistisch geprägten Umgangs- und Arbeitsweise der Erzieherinnen, die sowohl an der Entwicklung und Professionalisierung der Innen- und Außenqualität der Einrichtungen ein großes Interesse haben und sich mit Freude weiterentwickeln (fortbilden).

4. Projektarbeit:


Kern der pädagogischen Arbeitsqualität bildet die Projektarbeit. Projekte sind mit Kindern gemeinsam gefundene Handlungs- und Erfahrungsaktivitäten aus den direkten Erlebniswelten der Kinder. Grundlage dieser Arbeit bildet die Beobachtung der sechs Ausdrucksformen (Sprache, Spiel, Verhalten, Träume, Malen und Zeichnen, sowie Motorik) aus denen der Lebensplan des Kindes abgeleitet wird. Lebensplan ist ein Begriff aus der Psychologie, der das jeweilige individuelle Verhaltensmuster eines jeden Menschen betrachtet.

(Verfasserin dieser Texte: Christel Spitz-Güdden)

Sie haben Fragen?

Dann nutzen Sie doch einfach unser Kontaktformular. Wir werden uns umgehend mit Ihnen in Verbindung setzen. Oder Sie rufen uns einfach an unter: 0 20 45 / 411 - 722

JETZT eine Nachricht senden ››

Sitemap

kindorientiert.com © 2013 I Design & Entwicklung by 2netmedia.de